China - Mustagh Ata - 7546 m Skiexpedition Aug. 2001  
  
29. Juli:  Fahrt von Chilas nach Sost, Karakorum Highway

 

Auf dem KKH.


Pittoresker Gegenverkehr.


Robert.


Stefan, Karl und Rob.


Kinder verkaufen Obst auf der Strasse.


Backe, backe .... Chapati!
   
Die heutige Etappe soll uns nach Sost, dem pakistanischen Grenzort unter dem Khunjerab Pass, bringen. Von Chilas sind das etwa 380 km.

Auf diesen Streckenabschnitt haben wir uns schon lange gefreut, kommen wir doch am Nanga Parbat, am Rakaposhi und etlichen anderen beeindruckenden Bergen vorbei. Leider ist der Himmel dicht mit Wolken verhangen. Wir sehen absolut NICHTS.

Trotzdem ist die Fahrt sehr interessant. Wir kommen durch Gilgit, Nagar, Hunza, alles Ortschaften, die Ausgangspunkte für Trekkings und Expeditionen sind. Die Gegend ist ziemlich fruchtbar. Es werden Mais, Kartoffeln, Getreide und viel Obst angebaut. Das Hunza Tal ist bekannt für seine Äpfel und Marillen, denen wir auch kräftig zusprechen. Die Leute sind durchwegs freundlich.

Kurz vor Nasir leistet Kwaju ein weiteres Bravourstück beim Umschiffen einer Schlammlawine, die die Strasse verschüttet hat.

Im "Hunza View Hotel" in Karimabad bekommen wir ein ausgezeichnetes Mittagessen. Dann geht es ohne grössere Zwischenfälle nach Sost, wo wir um 18 Uhr eintreffen. Sost liegt auf etwa 2800 m. Es regnet heftig. Am Khunjerab Pass, der über 4700 m hoch ist, schneit es wahrscheinlich.

Tatsächlich kommt auch bald die Nachricht, dass die Strasse kurz nach Sost verschüttet sei. Diesmal scheint es sich um einen wirklich grossen Erdrutsch zu handeln. Ein Bagger soll schon begonnen haben, die Strasse zu räumen. Doch wegen des heftigen Regens besteht die Gefahr weiterer Erdrutsche. Deshalb wird erst weitergearbeitet, wenn es zu regnen aufgehört hat. Dann soll die Strasse aber bald freigegeben werden --- Inshallah!

So oder so werden wir in Sost die Zollformalitäten erledigen und dann mit einem "Regierungsbus" über den Pass fahren. Weder Kwaju noch Imtias haben Pässe, die sie zu einem Grenzübertritt berechtigen. Kwaju verabschiedet sich noch am Abend, um seine Familie in Aïr (Hunza) zu besuchen. Imtias will bleiben, bis wir über den Pass fahren können.


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(c) Sabine Kraml - kraml@hephy.oeaw.ac.at - aktualisiert am 9. Sept. 2001